Cat's Taste - Weil Katzen etwas Besonderes sind

Samstag, 16. Mai 2015

Erstausstattung für Deine Katze




Du hast nun alle Entscheidungen getroffen, eine Katze ausgesucht und bald darf die Mietze in ihr neues Zuhause ziehen? Gratuliere, die erste und schwierigste Hürde ist damit schon mal genommen. Jetzt gilt es zu überlegen, welche Utensilien Du bereit halten musst, wenn Deine Katze bei Dir einzieht.

Ich persönlich bin der Meinung, dass am Anfang weniger mehr ist. Das heißt, es gibt natürlich ein paar Dinge die man in jedem Fall benötigt, wenn eine Katze einzieht, man sollte aber nicht in blinder Kaufwut los ziehen und für unnötiges Zubehör Geld ausgeben. Was Du wirklich für Deine Katze benötigst, wirst Du im Laufe der Zeit bemerken und kannst dann gezielt die fehlenden Utensilien nachkaufen.


Zur minimalen Grundausstattung zählen folgende Dinge:


Optional:



Hier solltest Du überlegen ob Du lieber ein geschlossenes oder offenes Katzenklo verwenden möchtest, bzw. hat hier natürlich Deine neue Katze auch noch ein Wörtchen mitzureden. Am besten besprichst Du dieses Thema mit dem Vorbesitzer und fragst, woran die Katze gewöhnt ist. Für den Anfang sollte man es der Mietze so leicht wie möglich machen, sich im neuen Heim einzugewöhnen, jede Kleinigkeit kann helfen. Wenn die Katze also an eine offene Toilette gewöhnt ist, Du aber ein geschlossenes Klo verwenden möchtest, stellst Du am besten erst mal nur die Unterschale bereit und lässt die Haube weg. Sobald die Katze das Klo angenommen, also die ersten Male verwendet hat, kannst Du sie langsam an das geschlossene Klo gewöhnen. Tipps dazu kannst Du in meinem Artikel „Ein neues Klo für den Stubentiger“ nachlesen.

Meine favorisierte Katzentoilette ist das Modell "Nobby Katzentoilette mit Filter 50 x 40 x 40 cm".

Sie beinhaltet das Klo mit einer Klappe und eine dazugehörige Streuschaufel, die vollkommen ausreichend ist. Das Klo hat einen Aktivkohlefilter, der den Geruch ein wenig mindert und eine Klappe vor dem Einstieg. Wobei ich die Klappe entfernt habe (kann man sehr leicht machen, ohne die eigentliche Haube zu beschädigen), weil meine Campino damit nicht gut klar gekommen ist. Sie hat das Klo sofort angenommen, obwohl sie offene Toiletten gewöhnt war, hatte aber Angst vor der Klappe, was mich dazu veranlasst hat, diese zu entfernen. Den Geruch hält die Klappe sowieso nicht wirklich ab, da bringt der Filter schon mehr, sie sorgt höchstens dafür, dass die Katze nicht so viel Streu aus dem Klo schippen kann. Außerdem zirkuliert die Luft besser, wenn keine Klappe vor der Klo-Öffnung ist, was verhindert, dass sich der Urin- und Kotgestank im Inneren der Toilette staut.
Du solltest aber immer bedenken, wie groß die Katze einmal werden wird. Kartäuser Katzen bleiben relativ klein (sie haben ausgewachsen etwa die Größe einer Hauskatze), wodurch die Größe der Katzentoilette ausreichend ist. Einer Maine Coon Katze würde ich diese Toilette aber nicht zumuten, da sie sich vermutlich nicht mal um die eigene Achse drehen könnte. Dies ist unbedingt zu beachten, wenn Du das Katzenklo kaufst, geh‘ nicht davon aus wie groß die Katze beim Einzug ist, sondern wie groß sie einmal sein wird.


Auch hier gilt wieder: nicht dem Menschen muss es passen, sondern der Katze. Generell solltest Du bei Kitten ein nicht klumpendes Katzenstreu verwenden, da Babykatzen dazu neigen auch mal einen Streukrümel zu fressen, wenn sie beispielsweise damit spielen. Dies ist vollkommen normal und ändert sich meist nach einigen Wochen, anfangs ist es halt einfach noch spannend und Kitten neigen dazu auch mal Fusseln oder andere Dinge zu fressen, die eigentlich nicht unbedingt in einen Katzenmagen gehören. Klumpendes Katzenstreu würde sich allerdings auch im Magen zusammen klumpen und aufquellen, was zu schlimmen Störungen des Verdauungstrakts und in Extremfällen sogar zum Darmverschluss führen kann. Somit macht es Sinn die ersten Monate (bis die Katze 6-7 Monate alt ist) ein nicht klumpendes Streu zu verwenden. Danach kannst Du die Katze langsam an klumpendes Katzenstreu gewöhnen.
Das Streu sollte ca. 4-5 cm hoch in die Toilette gefüllt werden, allerdings findest Du die optimale Menge mit der Zeit von alleine heraus. Manche Katzen mögen es gerne etwas höher, weil sie viel buddeln und andere Katzen können es nicht leiden, wenn sie zu sehr mit den Pfoten im Streu versinken. Du wirst mit der Zeit merken, was Deine Katze mag und was nicht, indem Du Dein Tier genau beobachtest.
Von parfümierten Streusorten rate ich generell ab, Katzen haben eine sehr feine Nase und was für uns angenehm riecht, kann für eine Katze massiv stinken. Dann darf man sich nicht wundern, wenn die Katze ihr Geschäft lieber auf dem Sofa oder im Blumentopf verrichtet, statt ihr Katzenklo zu benutzen.
Im Artikel „Katzenstreu - die verschiedenen Marken mit ihren Vor- und Nachteilen“ findest Du meine Empfehlungen sowie eine Übersicht über die Vor- und Nachteile der Streumarken die ich bisher ausprobiert habe.
Wenn Du Deine Katze an eine neue Streusorte gewöhnen willst, hilft Dir der Artikel "Streusorte wechseln leicht gemacht" sicherlich auch weiter.




Es gibt natürlich super tolle Vorleger für Katzenklos, die dafür sorgen sollen, dass das Streu von der Katze nicht meterweit in der Wohnung verteilt wird. Ich habe einen solchen Vorleger ausprobiert, war davon aber überhaupt nicht begeistert. Die Oberfläche der Vorleger besteht aus einzelnen, dünnen Plastikfäden die zu kleinen Schlaufen gedreht sind. Dadurch soll das Streu besser von den Pfoten abgestreift werden. Das Problem ist, dass es nicht wirklich funktioniert und das Streu unter die Fäden rutscht, sodass man kaum eine Chance hat den Vorleger vernünftig zu reinigen. Außerdem scheint es für die Katze auch unangenehm zu sein darüber zu laufen, meine Campino mochte die Matte jedenfalls nicht sonderlich. Dies kann aber auch am Geruch gelegen haben, denn die Matte hat massiv nach PVC gestunken, obwohl ich sie tagelang auf dem Balkon liegen gelassen habe.

Nach diesem Fehlversuch habe ich mir einfach zwei billige Badematten bei IKEA gekauft (Kosten: 1,99€ / Stück) und diese unter das Katzenklo gelegt. Der Vorleger steht noch weit genug über, sodass die Katze darüber laufen muss, wenn sie aus dem Klo kommt. Da aber die Toilette auf dem Vorleger steht, hat sie keine Chance das Teil weg zu ziehen. Durch den Vorleger wird der größte Teil des Streus abgestreift und bleibt auch auf der Matte liegen, dies hat den Vorteil, dass man mit Handfeger und Schaufel das Streu auffegen und wieder in die Toilette befördern kann (sofern kein anderer Dreck wie Fusseln, Katzenhaare, o.ä. dazwischen ist). Außerdem liebt Campino Badematten generell, sie legt sich gerne darauf und wälzt sich hin und her. So kann ich auch sicher sein, dass sie es nicht unangenehm findet darüber zu laufen, wenn sie das Klo betritt oder verlässt.




Ist natürlich kein „must have“, da man das Streu auch direkt in die Toilette einfüllen kann. 
Da ich aber nur eine Wohnung habe und kein Haus mit Garten, wo ich 
beispielsweise das Streu gleich in die Hausmülltonne entsorgen kann, möchte ich mir die Reinigung möglichst einfach gestalten. Die Einlage dient dazu, dass man den Beutel samt Streu einfach aus dem Katzenklo entnehmen und weg werfen kann. So erspart man sich auch das ständige Putzen des Katzenklos, da nur dann etwas in der Unterschale landet, wenn die Katze mal zu heftig scharrt und dann ein kleines Loch in die Folie reißt. Ich persönlich reinige das Katzenklo (Unterschale + Haube) nur alle 8 Wochen mit Wasser und Reinigungsmittel (sofern Campino keinen Durchfall hat), ansonsten wechsle ich einfach den Beutel und fülle frisches Streu ein.
Ich verwende die "Einweg-Polybeutel von Biokat's", welche günstig und zweckmäßig sind.




Es hängt davon ab ob man eine Toilette mit Filter oder ohne verwendet. Grundlegend sind die Filter aus meiner Sicht ganz gut, sie mindern etwas den Geruch, wenn Mietze gerade ihr Geschäft verrichtet hat. Komplett neutralisieren tun sie den Geruch aber nicht, um dies zu erreichen muss man das Katzenklo einfach konsequent sauber halten.
Ich verwende Universal Filter, die man sich selbst auf das passende Maß zuschneiden kann, da man hier am meisten Geld spart.





Ist natürlich auch kein „must have“, aber grundlegend muss das gebrauchte Katzenstreu ja irgendwo hin. Also sollte man überlegen wie man das Streu entsorgt, damit es keine Geruchsbelästigung darstellt (auch nicht für die Nachbarn). Hier eignet sich der sogenannte „Litter Locker“ recht gut. Man wirft das Streu einfach auf eine Klappe im Inneren des Behälters und schließt den Deckel. Anschließend betätigt man den Mechanismus, der dafür sorgt, dass sich die Klappe öffnet und das benutzte Streu nach unten fällt. So haut es einen im Hochsommer nicht um, wenn man den Behälter öffnet um neues Streu hinein zu werfen, denn Katzenfäkalien können im Sommer extrem unangenehm riechen. Der "Litter Locker" ist besonders geeignet für Leute die nur einen Balkon haben oder den Behälter sogar in der Wohnung stehen lassen müssen. Zusätzlich zu der Klappe hat er auch noch einen Hebel, der den Plastikbeutel im Inneren zusammen drückt, sodass noch weniger Geruch nach außen dringt. Dieser Mechanismus ist nicht nur für die Geruchsbildung von Vorteil, sondern auch dann, wenn der Behälter den Katzen zugänglich ist. Wenn es eine Katze schafft den Deckel anzuheben oder der "Litter Locker" beim spielen umfällt, wird der Inhalt nicht gleich in der gesamten Wohnung verteilt.




Futter- und Wassernapf:
Hier sind den persönlichen Vorlieben des Besitzers keine Grenzen gesetzt. 
Orientieren kannst Du Dich allerdings an der Anatomie des Katzenkopfes. Katzen mit flacher Schnauze haben Schwierigkeiten das Futter aus tiefen Näpfen aufzunehmen, daher sollten Futter- und Wasserschüssel eher einen flachen Rand haben.

Ich persönlich ziehe Keramiknäpfe vor, weil ich sie hygienischer finde und mit Plastik immer die Abgabe von Schadstoffen an das Futter verbinde.
Mit den Näpfen von Karlie, die ich inzwischen nur noch einsetze, habe ich sehr gut Erfahrungen gemacht. Da sie einen sehr flachen Rand haben, sind sie auch für Rassen wie Perser- oder BKH-Katzen geeignet. Außerdem kann man sie leicht in der Spülmaschine reinigen.

Als Wasserschüsseln verwende ich ebenfalls Keramiknäpfe, da Campino irgendwann das
Spiel „Ich schmeiße meinen Wassernapf um“ erfunden hat. Das ging dann ungefähr so: Katze schiebt vorsichtig die Wasserschüssel (die zu dem Zeitpunkt noch eine mit Fuß und hohem Rand war) durch die Gegend. Tappt irgendwann auf den Rand, das erste Wasser schwappt heraus. Katze tappt fester auf den Rand, die Schüssel kippt leicht zur Seite und es schwappt noch mehr Wasser heraus. Katze haut mit Wucht auf den Schüsselrand, die Schüssel kippt um und das Wasser ergießt sich über den Boden. Katze guckt verdutzt auf die Sauerei und kommt dann empört maunzend zu mir, um sich zu beklagen, dass jemand ihre Wasserschüssel umgeschmissen hat.

Die Keramiknäpfe haben keinen Rand der breiter ist als der Schüsselboden, so kann die Katze die Schüssel nicht umschmeißen und da sie auch relativ schwer sind, hat die Katze nicht unbedingt die Möglichkeit die Schüssel durch die Gegend zu schieben und eine Wasserspur zu hinterlassen.





Ebenfalls kein „must have“, aber ein nützliches Utensil, wenn man eine Katze hat, die gerne  einzelne Brocken aus der Schüssel fischt und diese dann neben dem Napf vertilgt. Campino ist so ein Kandidat und ich konnte nach jeder Mahlzeit den Küchenboden putzen. Also habe ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Unterlage gemacht und bin auf die Unterlagen von "Maunz & Merkel" gestoßen. Sie ist zwar etwas teurer, aber dafür schön groß, sodass die Katze bequem darauf sitzen und trotzdem ihr Futter neben dem Napf fressen kann. Die Unterlage ist aus Wachstuch und kann beidseitig verwendet werden. Da sie sehr groß ist, sitzt die Katze unweigerlich halb auf der Unterlage und hält sie so durch ihr Gewicht an Ort und Stelle. Auch die Näpfe stehen fest auf der Unterlage, ohne zu verrutschen. So kann die Katze bequem die Schüssel bis auf den letzten Krümel leer schlecken, ohne ihrem Napf durch die halbe Küche hinterher kriechen zu müssen.Gereinigt wird die Unterlage einfach mit heißem Wasser und Reinigungsmittel.



Hier bietet es sich an, mit dem Züchter/Vorbesitzer zu sprechen und erst mal das Futter weiter zu geben, das die Katze gewöhnt ist. Später kann man dann immer noch auf ein anderes Futter umsteigen und ausprobieren was die Katze mag und was nicht. Meistens geben gute Züchter ein „Starterpaket“ mit, damit sich die Katze leichter eingewöhnt und darin ist dann auch das gewohnte Futter und die gewohnten Leckerlis enthalten. Dies sollte aber vorher mit dem Züchter besprochen werden.
Worauf Du bei der Wahl des richtigen Futters achten solltest, erfährst Du im Artikel "Welches Futter ist gut für meine Katze?"

Natürlich eines der wichtigsten Utensilien, denn irgendwie muss das Kätzchen ja in ihr neues Zuhause gebracht werden.
Ich bevorzuge eine Transporttasche, da diese vom Eigengewicht her leichter ist und sich angenehmer tragen lässt als eine Box oder ein Korb. Der Katze wird es vermutlich ziemlich egal sein ob Korb, Tasche oder Box, Hauptsache sie kann bequem darin liegen.
Bei der Wahl der geeigneten Box gilt auch wieder darauf zu achten, wie groß die Katze einmal sein wird, denn später wird ja auch noch der eine oder andere Transport zum Tierarzt anstehen. Somit ist es wichtig, dass auch das ausgewachsene Tier bequem in der Tasche/Box liegen kann.

Ich habe mich für die "Nobby Transporttasche" entschieden, für eine ausgewachsene Kartäuser Katze ist diese vollkommen ausreichend. Campino kann sich bequem ausstrecken oder zusammen rollen. Der Vorteil dieser Tasche ist, dass man den Boden heraus nehmen kann (dieser ist durch Klettaufnäher fixiert) und die Tasche danach zusammen geklappt werden kann. Zusätzlich lege ich immer noch eine Decke in die Tasche, falls mal ein Malheur passiert kann man diese waschen und die eigentliche Transporttasche bleibt sauber. Die Tasche ist auch noch in der Norm für den Transport im Flugzeug, sodass die Mietze mit in den Passagierbereich darf und den Flug ggf. nicht im Frachtraum verbringen muss. Die Tasche hat einen Schultergurt und ein Seitenfach, in das man beispielsweise den Impfpass stecken kann, sodass man immer alle nötigen Utensilien griffbereit hat.




Die Bürste ist immer von der Fellbeschaffenheit der Katze abhängig zu machen. Für eine Langhaarkatze sollte man immer einen „Entwirrungsstriegel“ und eine Bürste verwenden. Für Kurzhaarkatzen reicht eine normale Bürste. Ich habe mit dem Furminator sehr gute Erfahrungen gemacht, diese Bürste verwende ich ausschließlich. Ich bürste Campino einmal in der Woche, während des Winters habe ich ca. eine erbensgroße Menge aus dem Fell gebürstet. Jetzt, wo sie sich im Fellwechsel befindet, bürste ich mehrere murmelgroße Büschel aus ihr heraus. Wenn ich diese eine Weile sammeln würde, könnte ich vermutlich einer Sphinx-Katze zu einem Wintermantel verhelfen.
Die Furminator-Bürste gibt es in verschiedenen Ausführungen, für unterschiedliche Katzengrößen und Haarlängen.




Da ich eigentlich ursprünglich keinen Kratzbaum anschaffen wollte, habe ich für den Anfang eine Kratzmatte ("Trixie Kratzmatte Sisal mit Plüschrand") gekauft, die einen rutschfesten Boden hat und für den Einstieg hervorragend geeignet ist. Der Spielball, welcher an einer kurzen Schnur an der Matte befestigt ist, animiert zusätzlich zum spielen und kratzen. Campino hat diese Matte auch sehr gerne benutzt, bis ich irgendwann gemerkt habe, dass ich keine Katze, sondern einen kleinen Kletteraffen im Haus habe. Campino nutzt jede Gelegenheit um sich irgendwo entlang zu hangeln oder hoch zu klettern. Also fiel irgendwann die Entscheidung, doch einen Kratzbaum anzuschaffen. Allerdings wollte ich kein „Monster“ mit tausend Kuschelhöhlen usw., sondern einen schlanken Kratzbaum (schon wegen der Unterbringung), auf dem die Katze richtig klettern kann. Entschieden habe ich mich dann für das Modell "Santiago" des Herstellers Trixie.

Der Kratzbaum hat nur eine Kuschelhöhle und ein Liegebrett. Im ersten Step habe ich den
Kratzbaum so aufgebaut wie er vom Hersteller vorgesehen war. Allerdings hatte Campino nicht die Klettermöglichkeit die sie gebraucht hätte. Also habe ich die Kuschelhöhle und das obere Liegebrett entfernt und die vorhandenen Sisalstämme zusammen gesetzt. Herausgekommen ist ein Ruheplatz am unteren Ende des Kratzbaums und ein Kratzstamm den Campino nun mehrmals täglich fröhlich hoch und runter jagt. Um den Stamm zusätzlich zu stabilisieren habe ich am oberen Ende zwei Montagesockel an die Wand geklebt (mit Patex) und den Stamm mit Kabelbindern daran fixiert. So sitzt der Stamm bombenfest und ich muss mir keine Gedanken über etwaige Abstürze meiner Katze machen. Außerdem habe ich das untere Liegebrett mit einem braunen Baumwollstoff überzogen, da Campino irgendwann anfing den Plüschbelag abzureißen und wenn sie die Fetzen im Maul hatte, hat sie sie teilweise natürlich auch geschluckt.

Mein Tipp wäre, die Katze erstmal einziehen zu lassen und dann zu schauen wie sie sich entwickelt. Ob sie einen ausgeprägten Sinn fürs Klettern hat oder eher jemand ist der „die Welt von oben betrachtet“. Anhand dieser Merkmale kann man sich dann für einen passenden Kratzbaum entscheiden.




Ist ein absolutes „must have“ für jeden Katzenbesitzer. Eine Balkonsicherung kann man entweder mittels Katzennetz oder mit einem festen Drahtkäfig bauen.

Außerdem braucht es für die Fenster einen sogenannten „Kippfensterschutz“. Hierbei handelt es sich um Schutzabdeckungen für den oberen Teil der Fenster und die Seiten. Dieser Schutz verhindert, dass die Katze in den Spalt zwischen Fenster und Fensterrahmen rutschen und sich tödliche Verletzungen zuziehen kann.





Ich würde das Tier anfangs noch nicht mit Spielzeug überschütten, denn einerseits weiß man noch nicht was die neue Mietze am liebsten spielt und andererseits ist der Knirps so damit beschäftigt seine neue Umgebung kennen zu lernen, dass Spielzeug eigentlich erst mal überflüssig ist. Generell sind Babykatzen aber auch recht leicht glücklich zu machen, ein Papierball, ein Karton oder ein Korken können schon für jede Menge Spaß sorgen. Wenn das Tier ein bisschen älter ist, kann man verschiedene Dinge wie Bälle, Plüschmäuse oder Spielangeln ausprobieren.

Du solltest allerdings generell darauf achten, dass das Spielzeug keine Kleinteile enthält, die die Katze verschlucken könnte. Also z.B. aufgeklebte „Augen“ bei Plüschtieren oder Schnüre von Katzenangeln. Speziell bei Schnüren sollte man vorsichtig sein, denn Katzen neigen dazu darauf zu kauen, bis sie ein Stück abgebissen haben und dieses verschlucken. Schnüre können im Darm zu ernsthaften Verletzungen führen.





Ich persönlich halte von den Kuschelbetten die man kaufen kann nicht besonders viel. Meist sind sie zwar ganz nett anzusehen, aber nicht besonders praktisch. z.B. sollte man darauf achten, dass die Betten abziehbar sind, sodass man die Bezüge waschen kann. Falls die Katze mal mit dreckigen Pfoten darauf liegt oder sich übergeben muss. Sonst kann man das entzückende Bettchen recht schnell entsorgen, weil es unansehnlich aussieht und auch eine Katze Wert auf einen sauberen Ruheplatz legt.

Aber, oft ist es auch so, dass die Katze ein vorgefertigtes Bettchen gar nicht akzeptiert, sondern sich den Ruheplatz lieber selbst aussucht. Campino hat die ersten Tage in ihrem neuen Zuhause nur auf den gepolsterten Stühlen unter dem Esstisch gelegen. Dann hat sie das Sofa für sich entdeckt, wo sie heute auch die Nacht verbringt. Meinen alten Bosch-Kühlschrank nutzt sie gerne als Aussichtspunkt am Fenster, oder um sich zu sonnen, also wurde dort auch ein Kissen platziert, damit sie es bequem hat. Außerdem kann sie in meinem Bett schlafen, wann immer ihr der Sinn danach steht. Somit habe ich auf gekaufte Betten verzichtet und abgewartet welche Plätze Campino am liebsten mag und dort einfach normale Kissen hingelegt, die man waschen kann. 


Ist natürlich in erster Linie für Freigänger wichtig, oder für Wohnungskatzen die mit Hunden oder Freigänger-Katzen in Berührung kommen. Zecken können auch von einem Tier zum anderen „wandern“, daher sollten auch Katzen die nicht nach draußen dürfen, aber z.B. mit Hunden in Kontakt kommen, regelmäßig kontrolliert werden. Ich habe mich für den Zeckenhaken von O'Tom entschieden, da dieser einfacher zu handhaben ist, als die klassische Zeckenzange und keinen Druck auf den Körper der Zecke ausübt. So wird verhindert, dass die Zecke Bakterien injiziert, die bei der Katze Entzündungen hervorrufen könnten. Außerdem ermöglicht der Haken ein schmerzfreies Entfernen der kompletten Zecke.


Was gehört aus Eurer Sicht noch zur Grundausstattung für den neuen Mitbewohner? Ich nehme Eure Tipps gerne in meinen Blogartikel auf :-)






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