Cat's Taste - Weil Katzen etwas Besonderes sind

Freitag, 3. Juli 2015

10 Tipps wie Deine Katze im Sommer cool bleibt



Die heiße Jahreszeit beginnt wieder, es ist sonnig und in Wien liegt die Durchschnittstemperatur bereits bei 30 Grad, Tendenz steigend.
Meine Campino macht bei diesem Wetter keinen unnötigen Schritt, nicht mal zur Fütterungszeit kommt sie angelaufen, sondern schleppt sich eher träge in die Küche. 
An solchen Tagen kann es schon mal vorkommen, dass die Futterschüssel halb voll stehen bleibt, weil auch bei Katzen der Appetit eingeschränkt ist.
Während wir uns einfach ins Freibad oder an den nächsten Bade-See begeben können, sind für Katzen die Möglichkeiten sich abzukühlen eher begrenzt.

Hier mal meine 10 Tipps, wie Eure Stubentiger trotz der Hitze einen kühlen Kopf bewahren:


Fell mit feuchtem Tuch abreiben:

Nehmt einen Waschlappen oder ein Handtuch, befeuchtet es mit kühlem (nicht kaltem!) Wasser und reibt Eure Katze sanft mit dem Tuch ab. Das Fell der Katze sollte feucht, aber nicht nass sein, dies hat einen kühlenden Effekt. Sicher habt Ihr schon beobachtet, dass Katzen im Sommer vermehrt ihr Fell lecken, der Katzenspeichel hat den gleichen Effekt wie ein feuchtes Tuch und die Katze versucht sich auf diese Weise abzukühlen.
Aber Achtung, es gibt Katzen die mögen eine solche Behandlung überhaupt nicht, also testet es erstmal vorsichtig und schaut wie Euer Stubentiger reagiert. Das Ganze macht nur Sinn, wenn die Katze es genießt feucht abgerieben zu werden.


Blumen-Sprühflasche gegen Hitze:

Statt ein feuchtes Tuch kann man beispielsweise auch eine Sprühflasche für Pflanzen verwenden, um die Katze leicht abzusprühen. In der Flasche sollte sich vorher kein Wasser mit Pflanzendünger befunden haben, denn auch wenn Ihr sie gut auswascht können sich noch Reste in der Flasche oder im Sprühkopf befinden. Bedenkt, dass Eure Katze sich das Wasser ableckt und dann den Dünger mit aufnehmen würde. Auch hier gilt: vorsichtig testen ob die Katze es mag, abgesprüht zu werden und den Sprühstrahl ganz sanft einstellen, damit es der Samtpfote nicht weh tut und sie nicht unter Stress gesetzt wird.


Feuchte Tücher verteilen:

Wenn die Katze kein Fan von feuchtem Fell ist, kann man testen ob sie ein feuchtes Tuch als Unterlage oder „Decke“ toleriert. Einfach mal auf dem Boden ein feuchtes Handtuch ausbreiten und schauen, ob Euer Stubentiger gerne darauf liegt. Wenn sie das mag, kann man auch noch ein dünnes Tuch darüber breiten, um die Katze zusätzlich abzukühlen. Hier empfehlen sich Mullwindeln für Babys (gibt es in jedem Supermarkt), da diese sehr leicht und luftdurchlässig sind.


Eiswürfel für den Wassernapf oder Trinkbrunnen:

Gerade in der heißen Jahreszeit sind die meisten Katzen nicht so glücklich, wenn ihr Trinkwasser Zimmertemperatur hat. Um das Wasser dauerhaft kühl zu halten, kann man einen Eiswürfel mit hinein geben. Alternativ kann man auch ein flaches Kühlpack unter den Wassernapf legen, hier sollte man allerdings darauf achten, dass der Wassernapf gerade darauf steht, damit Deine Katze ihn nicht versehentlich umschmeißt.
Im Trinkbrunnen bietet es sich ebenfalls an, einige Eiswürfel ins Wasser zu geben, damit das Wasser schön kalt ist. Allerdings sollte man aufpassen, dass die Eiswürfel so platziert sind, dass sie nicht von der Pumpe angesaugt werden können, sonst wird diese vermutlich schnell das Zeitliche segnen.


Wasserspiele für Samtpfoten:

Katzen die gerne im Wasser plantschen oder zumindest gerne damit spielen, kann man ein richtiges „Wasserparadies“ auf dem Balkon gestalten. Einfach eine flache Plastikbox (z.B. von IKEA) mit Wasser füllen, ein paar Plastikbälle hinein geben und schon kann der Stubentiger in der Box herum stelzen oder von außen versuchen die Bälle zu fangen. Der kühlende Nebeneffekt: egal welche Methode sie anwendet, die Katze wird in jedem Fall schön nass :-)
Wer keinen Balkon hat und sich den Parkettboden nicht ruinieren möchte, kann beispielsweise so ein „Katzen-Plantschbecken“ im Waschbecken, in der Badewanne oder in der Dusche einrichten. Achtet aber bitte darauf, dass das Wasser wirklich nur wenige Zentimeter hoch steht. Manche Katzen mögen es auch, sich in so eine „Pfütze“ rein zu legen.


Kühlpacks für die Kuschelplätze:

Manche Katzen sind absolut keine Wasserratten und mögen es überhaupt nicht, wenn ihr wertvoller Pelz auch nur den kleinsten Wassertropfen abkriegt. Wie kann man also solchen Katzen die Sommerhitze erleichtern?
Indem man ihre Kuschelplätze mit Kühlpacks ausstattet. Man kann hier beispielsweise das dicke Kuschelkissen gegen eine dünne Decke (auch hier eignen sich Mullwindeln hervorragend) tauschen und darunter ein Kühlpack deponieren. Diese sind weich genug, dass die Katze bequem darauf liegen kann und es kühlt wunderbar von unten.
Allerdings solltet Ihr unbedingt darauf achten, dass die Packs nicht zu kalt sind, da sich Katzen schnell eine Blasenentzündung einfangen können. Außerdem empfiehlt es sich sie zusätzlich mit Stoff zu umwickeln, damit die Katze nicht auf die Idee kommt sie als Spielzeug zu benutzen und kaputt zu beißen. Das Kühlmittel ist sicherlich nicht gesund für Katzen.


Ventilatoren aufstellen:

Wenn in der Wohnung die Luft so stickig ist, dass man fast schon Gedichte hinein ritzen kann, sind Ventilatoren eine gute Möglichkeit um die Luftzirkulation wieder anzukurbeln. Leider kühlt ein Ventilator die Luft nicht wirklich ab, diesen Effekt kann man aber „künstlich“ herbei führen. Stellt doch mal einen Ventilator auf und hängt ein nasses Handtuch davor. Die Feuchtigkeit hat einen kühlenden Effekt und wird Euren Stubentigern sicherlich gefallen. Achtet nur darauf, dass der Ventilator mit einem Schutzgitter versehen ist, damit es zu keinen Verletzungen kommen kann.


Fell stutzen:

Gerade Langhaar-Katzen leiden sehr unter der Hitze, da sie natürlich auch mehr dichtes Fell mit sich herum tragen. Hier kann man Abhilfe schaffen, indem man der Katze das Fell etwas kürzt. Natürlich kann man dies grundsätzlich auch bei Kurzhaar-Katzen mit sehr dichter Unterwolle machen. Es empfiehlt sich aber, dies nur bei Katzen zu tun, die an das Prozedere gewöhnt sind oder zumindest positiv darauf reagieren. Außerdem solltet Ihr darauf achten, nicht zu viel Fell weg zu nehmen, sondern es wirklich nur minimal zu kürzen, um der Katze die Hitze etwas zu erleichtern.


Katzengras als kühlende Unterlage:

Sofern Ihr Euren Katzen Katzengras anbietet und dieses in einen großen Blumenkübel oder Balkonkasten gepflanzt habt, werden es Eure Katzen genießen, sich dort hinein zu legen um sich abzukühlen. Wenn Ihr das Gras morgens gießt, sind nicht nur die Halme nass, sondern natürlich auch die Erde und diese speichert die Feuchtigkeit relativ lange, sodass Eure Katzen mehrere Stunden ein kühles Plätzchen haben. Ihr solltet das Katzengras jedoch in den Schatten stellen, damit Eure Stubentiger nicht der prallen Sonne ausgesetzt sind.


Der kleinste Katzenspielplatz der Welt, mit Klimaanlage:

Wer gerne bastelt und eine Gefriertruhe hat, kann seiner Katze auch eine eigenen Spielplatz mit Klimaanlage bauen (bitte die Katze nicht in die Kühltruhe packen ;-)).  
Die Bauanleitung findet Ihr in meinem Artikel „Der kleinste Katzenspielplatz der Welt“.




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